Matthias Brandt, 1961 in Berlin geboren, ist einer der bekanntesten deutschen Schauspieler. 1985 erstes Theaterengagement am Oldenburger Staatstheater, anschließend u.a. im Schauspielhaus Bochum

Foto: Mathias Bothor

Matthias Brandt, 1961 in Berlin geboren, ist einer der bekanntesten deutschen Schauspieler. 1985 erstes Theaterengagement am Oldenburger Staatstheater, anschließend u.a. im Schauspielhaus Bochum. Seit 2000 ist er in vielen Rollen bei Film und Fernsehen zu sehen, wie 2005 in «In Sachen Kaminski», für den er den Bayrischen Fernsehpreis erhielt. Seitdem bekam er viermal den Adolf-Grimme-Preis und je einmal den Deutschen Kritikerpreis und die Goldene Kamera. 2010 erhielt er den Deutschen Hörbuchpreis für Ake Edwardson's «Der Himmel auf Erden» und im gleichen Jahr drehte er unter der Regie von Dominik Graf seinen ersten Film als Münchner Kommissar in der Krimireihe «Polizeiruf 110». Für die Darstellung des Kommissars erhielt er 2011 den Bambi, 2012 noch einmal den Bayerischen Fernsehpreis und 2013 den Deutschen Schauspielerpreis. Seit 2013 ist er mit Jens Thomas unterwegs. 2016 erschien sein Buchdebüt «Raumpatrouille» bei Kiepenheuer & Witsch.

Programme

  • Psycho - Fantasie über das kalte Entsetzen

    «In Psycho habe ich das Publikum geführt, als ob ich auf einer Orgel gespielt hätte» sagte Alfred Hitchcock im Gespräch mit seinem Bewunderer François Truffaut. Hitchcock hat «Psycho» als Experimentalfilm verstanden, der beim Publikum eine eindrückliche Wirkung zeitigen sollte.
 Der Schauspieler Matthias Brandt interpretiert dieses filmische Jahrhundertwerk nun gemeinsam mit dem Pianisten und Sänger Jens Thomas neu auf der Bühne. Brandt greift dabei auf Elemente aus der literarischen Vorlage zurück. Thomas, von der Süddeutschen als «Jimi Hendrix des Flügels» bezeichnet, improvisiert zu Brandt's inszenierter Lesung einen Soundtrack. Dieser Abend ist nicht festgelegt und routiniert einstudiert, vielmehr lebt er von der intensiven, spontanen Interaktion zwischen beiden Akteuren.

  • Life - Raumpatrouille & Memory Boy

    Seit Jahren stehen Matthias Brandt und Jens Thomas mit «Psycho» und «Angst» auf der Bühne. Im Herbst 2016 brachten beide ihr neues Projekt heraus: in «LIFE - Raumpatrouille & Memory Boy» begegnen sich Matthias Brandts Buch und Jens Thomas' Album, gleichzeitig entstanden und eng miteinander verbunden, auf der Bühne in einer Wort-Musik-Collage. Ihre Geschichten und Songs sind Reisen in einen Kosmos, den jeder kennt, der aber hier mit ganz besonderem Blick untersucht wird: den Kosmos der eigenen Kindheit.

  • Krankenakte Robert Schumann

    In ihrem neuen Projekt widmen sich Matthias Brandt und Jens Thomas dem Schaffen und der komplexen Persönlichkeit Robert Schumanns. Wie bei kaum einem anderen Komponisten verbindet sich bei ihm Künstlerisches mit Biographischem. Seine psychische Instabilität, die immer wiederkehrenden depressiven Schübe und Zustände «völliger nervöser Erschöpfung», die fixe Idee, wahnsinnig zu werden – all dies spiegelt sich zweifellos bei Schumann wider. Matthias Brandt und Jens Thomas inszenieren dieses Phänomen in einer individuell ausgestalteten Collage aus Wort und improvisierter Musik. Nichts scheint an diesen Abenden festgelegt oder routiniert einstudiert zu sein. Eine Wort-Musik-Collage nach dem Roman «Schumanns Schatten» von Peter Härtling.