Matthias Brandt, 1961 in Berlin geboren, ist einer der bekanntesten deutschen Schauspieler. 1985 erstes Theaterengagement am Oldenburger Staatstheater, anschließend u.a. im Schauspielhaus Bochum

Foto: Arne Lesmann

Matthias Brandt, 1961 in Berlin geboren, ist ein deutscher Schauspieler und Autor. Ab Mitte der Achtzigerjahre gehörte er den Ensembles vieler Theater an, zuletzt denen der Schauspielhäuser Zürich und Bochum. Seit 2000 arbeitet er hauptsächlich für Film und Fernsehen und ist dort, zum Teil mehrfach, mit allen Branchenpreisen ausgezeichnet worden. Zu seinen bekanntesten Rollen der letzten Jahre gehörten die des Münchner Kommissars Hanns von Meuffels in der Krimireihe »Polizeiruf 110« und die des August Benda in der Serie »Babylon Berlin«. Als Sprecher wurde er zweimal mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet. Seit einigen Jahren ist er gemeinsam mit dem Musiker Jens Thomas mit ihren improvisativen Wort-Musik-Collagen - zur Zeit »Psycho« und »Krankenakte Robert Schumann« - auf Bühnentour. 2016 erschien im Verlag Kiepenheuer & Witsch sein Buchdebüt, der Kurzgeschichtenband »Raumpatrouille«, 2019 sein Romandebüt »Blackbird«.

Programme

  • Psycho - Fantasie über das kalte Entsetzen

    »In Psycho habe ich das Publikum geführt, als ob ich auf einer Orgel gespielt hätte« sagte Alfred Hitchcock im Gespräch mit seinem Bewunderer François Truffaut. Hitchcock hat »Psycho« als Experimentalfilm verstanden, der beim Publikum eine eindrückliche Wirkung zeitigen sollte.
 Matthias Brandt interpretiert dieses filmische Jahrhundertwerk gemeinsam mit dem Pianisten und Sänger Jens Thomas neu auf der Bühne. Brandt greift dabei auf Elemente aus der literarischen Vorlage zurück. Thomas, von der Süddeutschen als »Jimi Hendrix des Flügels« bezeichnet, improvisiert zu Brandt's inszenierter Lesung einen Soundtrack. Dieser Abend ist nicht festgelegt und routiniert einstudiert, vielmehr lebt er von der intensiven, spontanen Interaktion zwischen beiden Akteuren.

  • Blackbird

    Als der 15-jährige Morten Schumacher, genannt Motte, einen Anruf bekommt, ist in seinem Leben nichts mehr, wie es einmal war. Sein bester Freund Bogi ist plötzlich sehr krank. Kurz danach fährt Jacqueline Schmiedebach vom Einstein Gymnasium auf einem Hollandrad an ihm vorbei, und die nächste Erschütterung nimmt ihren Lauf. Zwischen diesen beiden Polen, der Möglichkeit des Todes und der Möglichkeit der Liebe, spitzen sich die Ereignisse immer weiter zu, geraten außer Kontrolle und stellen Motte vor unbekannte, schmerzhafte Herausforderungen. »Blackbird«, in dem ersten Roman von Matthias Brandt, erzählt er von Liebe, Freundschaft, Komik und die Tragik des Lebens. Musik: Jens Thomas.

    Nach den erfolgreichen Programmen »Psycho«, »Life« und »Krankenakte Robert Schumann« der neue Abend von Matthias Brandt und Jens Thomas.