Der eigenwilligste Privatdetektiv der Literaturgeschichte zieht aufs Dorf. Doch die Idylle trügt gewaltig. Der dritte Onno ist beileibe kein Regionalkrimi, sondern ein Roman von Welt.Protzten On

Foto: Gunter Glücklich

Frank Schulz, geboren am Valentinstag 1957 in einem kleinen Geestdorf bei Stade an der Unterelbe, lernte Außenhandelskaufmann in Hamburg und studierte ebendort diverse Geisteswissenschaften. Für seine Romane wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Hubert-Fichte-Preis (2004), dem Irmgard-Heilmann-Preis (2006), dem Kranichsteiner Literaturpreis (2012) und dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor (2015). Nach den Romanen der Hagener Trilogie («Kolks blonde Bräute», «Morbus fonticuli», «Das Ouzo-Orakel»), dem Erzählband «Mehr Liebe» und der Onno-Viets-Trilogie («Onno Viets und der Irre vom Kiez», «Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen», «Onno Viets und der weiße Hirsch») erschien nun ein weiterer Erzählband: «Anmut und Feigheit. Ein Prosa-Album über Leidenschaft». Nach vierzig Jahren Hamburg lebt er vorübergehend in Osnabrück.

Programm

  • Anmut und Feigheit

    Frank Schulz schaut in seinen Erzählungen «Anmut und Feigheit» ohne zu Zucken in menschliche Abgründe - manchmal melancholisch, manchmal tragisch, manchmal wahnsinnig lustig. Ein Juniorsenior liefert sich per SMS ein Verbal-Pingpong mit seiner jungen Freundin, das so gleichberechtigt fies ist, dass man ganz verzaubert ist: das muss dann doch wohl Liebe sein! Ein Mann und eine Frau schreiben sich Briefe, die der jeweils andere immer erst zwanzig Jahre später öffnen darf. Und überhaupt: Älterwerden ist durchaus keine friedliche Angelegenheit. Wenn die Augen und das Gedächtnis zum Beispiel gerade genug nachgelassen haben, dass man sich, wie die Unternehmerwitwe im Spreewaldresort, nicht mehr sicher ist, ob der Gatte beim Wandern in die Schlucht gestürzt ist - oder ob man selbst ihn ein bisschen geschubst hat. Frank Schulz kennt sich aus mit den Schwachheiten der Verliebtheit, den Feigheiten des Egos, mit den brutalen Auswüchsen von Einsamkeit, mit den herzzerreißenden Momenten der Wahrheit.

  • Kolks blonde Bräute, Haffmans Verlag 1991
  • Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien, Haffmans Verlag 2001, Eichborn Berlin 2002
  • Das Ouzo-Orakel, Eichborn Berlin 2006
  • Die Hagener Trilogie im Schuber, Zweitausendeins 2008
  • Naturlyrik, Anfängerkurs. Gelegenheitsverse, Haffmans Verlag 2008
  • Mehr Liebe. Heikle Geschichten, Galiani Berlin 2010
  • Onno Viets und der Irre vom Kiez, Galiani Berlin 2012
  • Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen, Galiani Berlin 2015
  • Onno Viets und der weiße Hirsch, Galiani Berlin 2016
  • Anmut und Feigheit, Galiani Berlin 2018
  • Kolks blonde Bräute, Zweitausendeins 2004, Randomhouse 2007
  • Mehr Liebe. Heikle Geschichten (mit Harry Rowohlt und Peter Jordan), Hörbuch Hamburg 2010
  • Onno Viets und der Irre vom Kiez (mit Harry Rowohlt, Rocko Schamoni, Karen Duve und Jan Georg Schütte), Roof Music 2012

zu „Onno Viets und der Irre vom Keiz“:

„Der lustigste Roman der Saison, der auch noch einer der tiefsinnigsten ist.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„Der durchgeknallteste Krimi der Dekade.“ (MDR Figaro)

„Den lustigsten Weltverweigerer hat natürlich Frank Schulz erfunden.“ (Volker Weidermann, FAS)

„Krimi, Posse und Wärmestube fürs Herz.“ (Literarische Welt)

„Ich kann über Frank Schulz’ neuen Thriller wenig sagen … Ich lese ihn wie gebannt und möchte nicht gestört werden. Nur so viel: Jetzt kann sich die deutsche Gegenwartsliteratur endgültig warm anziehen.“ (Harry Rowohlt)

„Ein Buch von Frank Schulz ist immer ein Ereignis. Kaum angekündigt, beginne ich mich schon zu freuen.“ (Roger Willemsen)

„Wenn der überaus sprachmächtige Frank Schulz einen Krimi vom Stapel lässt, erwartet man natürlich gleich den Krimi aller Krimis – ein saftstrotzendes Wunderding von einem Buch. Das trifft es exakt.“ (Karen Duve)

„Spitzenbuch!“ (Wolfgang Herrndorf)

zu „Mehr Liebe":

„So geht das also mit der Liebe. Bitte mehr davon.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Grandios hat Schulz sein bei Marie von Ebner-Eschenbach geborgtes, abgründig kluges Motto ‚Die meisten Menschen brauchen mehr Liebe, als sie verdienen‘ eingelöst; er gönnt sie ihnen und sieht ihnen die Schwäche nach. Und wenn man liest, wie und warum er das tut, dann hat man doch wahrhaftig Tränen in den Augen: vor Lachen, vor Weinen und am Ende bloß noch vor Dankbarkeit.“ (Edo Reents, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„Spannungsreich und traurig-schön sind sie, diese Erzählungen von vergehender Liebe, nagender Eifersucht, vergeblicher Anhimmelei und ausdauernder Schwärmerei.“ (Volker Hage, Spiegel)

„Schulz brilliert mit alten Qualitäten: der Einfühlung in Charaktere, der trennscharfen Beobachtung, stets eingebettet in raffinierte Dynamik.“ (Hamburger Abendblatt)

„Schulz’ Kurzgeschichten sind – und das ist das Beste, was man über Literatur sagen kann - von einer genialen Süße: leicht, locker, reif und humorvoll.“ (NDR Kultur)

„Frank Schulz pinselt mit dicker Borste wundersam feine Striche.“ (Titanic)

„Schulz ist mit 'Mehr Liebe' wieder Außergewöhnliches gelungen.“ (Die Welt)

„Schulz schreibt, wie andere sprechen, denken, fühlen. Meisterhaft gibt er Idiome nicht einfach wieder, er legt zugleich Mentalitäten der Milieus frei.“ (Hannoversche Allgemeine)

„Frank Schulz besitzt diese oft unterschätze, dabei ganz wesentliche und gar nicht hoch genug wertzuschätzende Qualität des wahren Dichters: Er ist schlicht unfähig, den Leser zu langweilen. (...) Ihre sprachliche Suggestionskraft und ihre Wahrhaftigkeit machen die Geschichten ohnedies zu Kunstwerken, die für sich allein stehen.“ (taz)

„Wunderschöne, leicht traurige bis sehr witzige Miniaturen hat Frank Schulz in 'Mehr Liebe' versammelt.“ (Buchjournal)

„Schulz zählt zu den genauesten, unterhaltsamsten, wortgewaltigsten Autoren des Landes“ (Stern)

zur „Hagener Trilogie“:

„Sowieso mein Lieblingsautor.“ (Harry Rowohlt)

„So hätte Arno Schmidt geschrieben, wenn er nicht bescheuert gewesen wäre.“ (Gerhard Henschel)

„Frank Schulz ist ein Meister der Komik. Um die Misere ins Komische zu wenden, zieht er alle Register: Scherz, Satire, Ironie, Kalauer, Parodie, Nonsens et alia. Ein humoristisch-realistisches Monumentalwerk.“ (Michael Kohtes, Die Zeit)

„Ein Meisterwerk der literarischen Hochkomik.“ (Stephan Maus, Süddeutsche Zeitung)

„Frank Schulz. Kann man sich leicht merken. Und muss man sich merken. Denn er zählt zu den genauesten, unterhaltsamsten und wortgewaltigsten Autoren des Landes.“ (Stern)

„... das ist abgrundtief komisch. (...) einer der genialsten Schelmen- und Entwicklungsromane der Gegenwart!“ (Focus)

„Ein Meisterwerk“ (Titanic)

„Nimm und lies! Hier warten Sprachkunst, Herzensbildung, Witz!“ (Intro)

„Schulz ist Kult“ (Paul Kersten, NDR-Kulturjournal)