Seit genau zehn Jahren schreibt Christian Y. Schmidt seine komischen und polemischen Kolumnen aus Ostasien. Sechs Jahre arbeitete er für das Satiremagazin Titanic in Singapur und China, anschlies

Foto: Gong Yingxin

Christian Y. Schmidt, geboren 1956, war von 1989 bis 1996 Redakteur der «Titanic». Seitdem arbeitet er als freier Autor (u.a. für FAZ, SZ, taz, Stern, konkret, NZZ, die Zeit und für verschiedene Fernsehredaktionen). Er ist Senior Consultant der «Zentralen Intelligenz Agentur» und war Gesellschafter und Redakteur des Weblogs «Riesenmaschine», dem 2006 der Grimme online-Preis verliehen wurde. 1998 erschien seine kritische Joschka Fischer-Biografie «Wir sind die Wahnsinnigen». 2003 zog er nach Singapur, 2005 nach China. 2008 erschien dann das viel beachtete Reisebuch «Allein unter 1,3 Milliarden» (2010 als «Duzi zai 13yi ren zhi zhong» auch auf Chinesich) und 2009 der China-Crashkurs «Bliefe von dlüben», beide bei Rowohlt Berlin. 2018 erschien sein Romandebüt «Der letzte Huelsenbeck» was «zum wunderbar Verschrobensten gehört, was man derzeit zu lesen bekommt. Herausragend lustig in seiner Durchgeknalltheit.» (Spiegel Online). Christian Y. Schmidt lebt in Berlin und Peking.

Programm

  • Der letzte Huelsenbeck

    Nach Jahren in Ostasien ist der Journalist und Hobbyornithologe Daniel S. zurück in Deutschland. Eigentlich will er hier nur noch seine Ruhe. Doch bereits das Begräbnis seines Jugendfreundes Viktor endet in einer wüsten Schlägerei. Danach läuft Daniels Leben völlig aus dem Ruder. Eine Frau aus der Vergangenheit taucht auf, an die er sich beim besten Willen nicht erinnert, Menschen werden ausgetauscht oder verschwinden, und überall sieht er versteckte Zeichen, die ihm verraten, dass er am 19. Oktober sterben wird. Kann Daniel diese Rätsel mit Hilfe der «Methode Cooper» lösen, wie es sein Psychiater, ein fanatischer David-Lynch-Fan, empfiehlt? Oder soll er auf seinen Berliner Dealer hören und mehr «ehrliche Siebziger-Jahre-Drogen» nehmen? Hilft googeln? Und was hat der ganze Irrsinn mit der Amerikafahrt zu tun, die Daniel 1978 mit seinen Jugendfreunden, den neodadaistischen «Huelsenbecks», unternahm? Christian Y. Schmidt schickt seinen Helden auf eine mysteriöse Reise zwischen Berlin und Mexiko, die ihn über verschlungene Pfade zur Wahrheit führt. Originell, kraftvoll und mit zuweilen düsterem Witz erzählt er von der Jugend in den angeblich so wilden Siebzigern, vom Scheitern großer Pläne und dem, was dabei herauskommt, wenn man sich selbst betrügt.

  • Genschman. Ein deutsches Superheldenschicksal (mit Achim Greser, Hans Zippert), Elefanten Press 1990
  • Die letzte Stunde des Herrn K. Frühe Texte für Abiturfeiern (Illustr. Achim Greser, Heribert Lenz), Weisser Stein 1992
  • Die roten Strolche. (Mit Achim Greser, Heribert Lenz, Hans Zippert), Elefanten Press 1994
  • Wir sind die Wahnsinnigen. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang, Econ 1998, 1999 und 2001
  • Apokalypse Rot-Grün. Die neueste Offenbarung der Titanic (Hg.), Espresso 2001
  • Allein unter 1,3 Milliarden. Eine chinesische Reise von Shanghai bis Kathmandu, Rowohlt Berlin 2008
  • Bliefe von dlüben. Der China-Crashkurs, Rowohlt Berlin 2009
  • Zum ersten Mal tot. Achtzehn Premieren, Edition Tiamat 2010
  • Im Jahr des Tigerochsen. Zwei Chinesische Jahre, Verbrecher Verlag 2011
  • Wir sind die Wahnsinnigen. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang, Verbrecher Verlag 2013
  • Im Jahr des Hasendrachen, Verbrecher Verlag 2013
  • Der letzte Huelsenbeck, Rowohlt Berlin 2018
  • Christian Y. Schmidt / Herr K. und die Kinskis: Erdbeerschlund. Maxi-CD, Woodland/EFA 1995

zu „Der letze Huelsenbeck“

„Warum Christian Y. Schmidt mit „Der letzte Huelsenbeck“ einen der schönsten und lustigsten Berlin-Romane des Herbstes geschrieben hat.“ (Berliner Morgenpost)

„Ein herzverheerend schöner Verwirrroman … ein Glanzstück.“ (Dietmar Dath, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„Schmidt hat die perfekte Persiflage über die Ego-Tourette-Sinnsuche mittelalter Männer geschrieben ... Gehört zum wunderbar Verschrobensten, was man derzeit zu lesen bekommt. Herausragend lustig in seiner Durchgeknalltheit.“ (Spiegel Online)

„Christian Y. Schmidts postdadaistischer Roadtrip ist das Gegenteil von Bescheidwissen, Rechthaben, Sinnstiften und Ordnungschaffen. Mehr an literarischer Revolte ist derzeit nicht denkbar; Schmidt hat’s riskiert - und gewonnen.“ (Geoerg Seeßlen im Freitag)

„Originell, kraftvoll und mit düsterem Witz erzählt Christian Y. Schmidt von der Jugend in den wilden Siebzigern, vom Scheitern großer Pläne und dem, was dabei herauskommt, wenn man sich selbst betrügt.“ (Der Sonntag)

„Christian Y. Schmidt ist mit seinem rasanten Roadtrip ein zwischen Ironie und Wehmut changierendes Porträt einer zerrissenen Persönlichkeit gelungen, deren Sinnsuche existentielle Fragen aufwirft. Man fühlt sich an die Beat-Prosa Jack Kerouacs erinnert oder an den harten Jargon eines Jörg Fauser. Das fiktive und wilde Universum, das der Autor erschafft, strotzt vor unkonventionellen Gedanken und Dialogen und ist mit (pop)kulturellen Referenzen gespickt. Der Text ist ein so dichter stream of consciousness, dass man bei der Lektüre den Eindruck gewinnt, man befände sich im Kopf der Titelfigur. Was den Roman auszeichnet, ist die kantige und atemlose Sprache, die der inneren Unruhe und Getriebenheit des Helden entspricht. Als Zeuge dieser Reise steht der Leser bis zum Schluss selbst unter Strom und fühlt sich nach der Lektüre in der Tat wie nach einem David-Lynch-Film: verwirrt und mit dem Gefühl, aus einem intensiven Traum erwacht zu sein.“ (Jungle World)

„Schmidt lässt das Karussell des Wahnsinns immer schneller und schneller kreisen, befeuert durch eine sehnige, geschliffene Sprache, die einen eigenwilligen Sound und Rhythmus hat. Ein rasantes, amüsantes, aber auch verstörendes Buch.“ (Neuen Westfälische)

„Wer ein Flair fürs Durchgedrehte hat und sich gern vorzüglich unterhalten lässt, der soll zu diesem Roman greifen.“ (Wolfgang Bortlik, 20 Minuten, Zürich)

„Wie das alles zusammenpasst, das solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen, denn dieses Werk ist ebenso aberwitzig wie skurril und ganz nebenbei auch für David Lynch-Fans ein großes Vergnügen. Worauf also wartest du noch? Schnapp dir das Buch.“ (Zuckerkick, Würzburg)

zu „Im Jahr des Tigerochsen“

„Christian Y. Schmidt hat ein scharfes Auge für das Ambiente, in dem ,wir' auf ,uns' in Peking treffen, auf Weihnachtsfeiern deutscher Niederlassungen und das Auftreten eines bayerischen Ministerpräsidenten, der „Hotte“ genannt werden möchte. Schmidt registriert auch die Gefahr, der Korrespondenten ausgesetzt sind: dass ihre heimisches Welt sich hinter ihrem Rücken so wandelt, dass nur noch bestimmte Meldungen mit schauderndem Gefallen aufgenommen werden. Fröhlich setzt er einen Keil dagegen.“ (Tilman Spengler, Süddeutsche Zeitung, 23. Mai 2011)

„Eine der tollsten Einrichtungen auf der Wahrheit-Seite der taz ist die Kolumne von Christian Y. Schmidt über China. Der Mann verteidigt das Land mit solch brillianter Schreibe, dass ich manchmal platzen möchte vor Wut. Denn tief im Inneren hast sich bei mir das Narrativ vom bösen China festgesetzt. Und Herr Schmidt stellt das sehr gekonnt in Frage.“ (CTRL-Blog, 16.04. 2010)

„Dank an den Verbrecher Verlag, dieses Buch ist eine Wohltat. Denn die 52 China-Kolumnen des deutschen Publizisten Christian Y. Schmidt bringen mit viel Witz die gängigen Chinabilder zum zerplatzen, die in deutschen Medien vorherrschen. Schmidts Kolumnen überspitzen, übertreiben und kitzeln das Absonderliche aus dem chinesischen Alltag hervor. Lustig macht er sich über Chinesen jedoch nie. Schmidt hat eine herrliche Art, die überraschenden und manchmal auch seltsam abstoßenden Situationen zu skizieren, die zum Leben in einer fremden Kultur dazugehören. Schmidts Kolumnen sind mal bissig amüsant, mal analytisch, klug und besonnen. Lohnend ist die Lektüre allemal.“ (Silke Ballweg, SWR2)

„Dieses Buch hilft beim Nachdenken.“ (Jan Drees, 1 Live)

„Vor allem aber kann er dem ach so aufgeklärten europäischen Blick nach Fernost, der in Wahrheit gar nicht viel von seinem Gegenstand versteht und immer nur belehren will, mal etwas empirisch-fundierte Alltagskenntnis entgegensetzen [...] Die Schmidt-Kolumnen leisten für uns insofern gute Aufklärungsarbeit und liefern darüber hinaus, vor allem mit ihren zumeist treffsicheren Schluss-Pointen, auch gelungene Unterhaltung.“ (Dr. Thomas Claer, Justament)

zu „Zum ersten mal tot“

„Zum ersten Mal tot“ ist eine schamlos verlogene Autobiographie, wie man das von einem ehemaligen Führungsoffizier des Frankfurter Satireblatts „Titanic“ erwarten darf. Weil Schmidt nicht nur ein brillanter Stilist ist, sondern zudem wissenschaftlicher Avantgardist, hat er seine Confessiones nicht einfach tumb à la Grass heruntergeschrieben, sondern aus ihnen ein Standardwerk der Erste-Mal-Forschung gemacht.... Doch liegt der Hauptreiz des Buches darin, uns allen bekannte Verfallsmuster wie den lebensruinierenden Ausgehzwang oder eingebildete Hirntumore endlich auf den Begriff zu bringen – und das zum ersten Mal so phantastisch lustig." (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. Oktober 2010)

zu „Bliefe von dlüben. Der China-Crashkurs“

„Eine ziemlich perfekte Mischung aus Information und Unterhaltung.“ (Katharina Mahrenholz, NDR)

„Christian Y. Schmidt, der aus China Kolumnen für das Satire-Magazin Titanic verfasst, ist nichts heilig, und das ist gut so... Dieses witzige und gemeine Buch über den Alltag in Beijing eignet sich hervorragend als Geschenk für in den Westen Heimgekehrte oder solche, die planen, sich in Beijing anzusiedeln – oder auch nur eine Reise dorthin zu tun.“ (Katharina Schneider-Roos, Falter/Wien)

„Christian Y. Schmidt entzündet ein asiatisches Feuerwerk aus Mythen und Vorurteilen. Seine gesammelten 'Bliefe von dlüben' sind kein trockener Reisebericht, sondern eine lebenspralle Ethnografie, die der sich in China lebende Autor im schonungslosen interkulturellen Selbstversuch erschrieben hat. Endlich ein Kulturführer, der das Fachwissen vom Sinologen-Stammtisch in die breite Gesellschaft trägt. Schmidts Buch ist so vieles, das man sich fragt, was es denn nicht ist. Ganz einfach: langweilig.“ (Malte Herwig, Literaturen)

„Aus dem Mosaik der Alltagsbeobachtungen und der Fremdheitsgefühle, das die unterschiedlichen Kolumnen bilden, ergibt sich nach und nach ein Bild eines Landes oder zumindest einer Stadt und ihrer Bewohner. Die definitiv ganz anders sind als wir. Aber ganz anders als wir dachten, dass sie anders seien. Wenn man das begriffen hat, dann hat man das große China-Abitur, das Christian Schmidt verspricht, bestanden. Und unterhaltsamer hat man nie einen Abschluss gemacht.“ (Kathrin Fischer, Hessischer Rundfunk)

„China-Urlaub geplant? Dann muss dieser Crash-Kurs mit. Witzig erklärt er Fashion-No-Gos, Alltags-Absurditäten und räumt mit Irrtümern auf.“ (Petra)

„In diesem Riesenwust von auf China bezogenen Büchern, der jetzt vor der diesjährigen Frankfurter Buchmesse über uns hereinbricht ist diese lockere, aber nicht oberflächliche, diese sarkastische, ironische, aber nicht unkompetente Herangehensweise an den Komplex chinesische Gegenwartswirklichkeit ganz wohltuend und, ehrlich gesagt, meinem Lebensgefühl recht nahe kommend.“ (Salli Sallmann, Kulturradio rbb)

„Aufbauend auf seiner Titanic-Kolumne, berichtet Christian Y. Schmidt in Bliefe von dlüben vom Abenteuer Alltag. Auf so eine unterhaltsame Weise, dass man die Leser dieses Breviers daran erkennen wird, dass sie stossweise krähen, glucksen und feixen, dabei aber in der Lektüre fortfahren, weil es gar zu interessant ist, was Schmidt aus seiner Wahlheimat zu berichten weiß... Vor allem aber nimmt er die nicht totzukriegenden Stereotypen der westlichen Journalisten aufs Korn, auf dass sie sich an die eigene lange Nase fassen.“ (Stephan Schomann, Die Zeit)

„Vorurteile über China abzuräumen, hat sich der Journalist und Satiriker Christian Y. Schmidt vorgenommen mit seinem Band Bliefe von dlüben : kurzen Kolumnen, die in Titanic und taz erschienen sind. Das gelingt ihm äußerst unterhaltsam.“ (Hubert Wolf, Westdeutsche Allgemeine Zeitung)

„Sinologischer Fluch-Knigge, Hunderestaurant-Führer, Einkaufsbrevier für Produktpiraten - Schmidts Buch ist so vieles, dass man sich fragt, was es denn nicht ist. Ganz einfach: langweilig." (Literaturen)

zu „Allein unter 1,3 Milliarden“

Ein Buch, "das bestens neben den Werken von witzigen Reisebuchautoren wie Bill Bryson oder Douglas Adams bestehen kann". (Thomas Bodmer, Tagesanzeiger, Zürich)

„Ohne Zweifel ist dies eins der besten Reisebücher, die in letzter Zeit geschrieben wurden.“ (Dieter Groenling, die tageszeitung)

„Christian Y. Schmidt hat eines der schönsten Bücher dieses Jahres geschrieben.“ (Adrian Zielcke, Stuttgarter Zeitung)

„Schmidt ist ein Meister ironischer Selbstreflexion... Dem Autor [ist] so ein großes Stück Reiseliteratur gelungen, das das Potential hat, auch über den deutschen Sprachraum hinaus Interesse zu wecken.“ (Deutschlandfunk)

„Wissend und liebevoll“ (Neon)

„Yeah yeah, I genuinely enjoyed the damn thing, no matter how much I wanted to hate it.“ (Lovegermanbooks)