Sie machte Kohl zur „Birne“, legte Björn Engholm in die Barschel-Wanne und lockte mit einem schäbigen Freßkorb die Fußball-WM 2006 ins Land - die „Titanic“ kennt kein Pardon und feiert runden Geburtstag. In nur dreißig Jahren zerschliß das engültige Satiremagazin vier Kanzler, zwei Päpste, zwei Deutschlands und sämtliche Grenzen des guten Geschmacks. Mit spektakulären Aktionen, vorbildlich fiesen Scherzen und höflich gehaltenen Haßpredigten ist „das Flaggschiff des deutschen Humors“ (FAZ) zum populärsten und zugleich verbotensten Magazin Deutschlands geworden.
Mitbegründer Pit Knorr und die Ex-Chefredakteure Hans Zippert und Oliver Maria Schmitt präsentieren einen wohl bald schon verbotenen Rückblick auf 30 Jahre Scherz, Ironie und schiefere Bedeutung. Sie lesen unverdauliche Texte („Ich aß Hitlers Hündchen“), zeigen unerklärliche Bilder („Wiedervereinigung ungültig - Kohl war gedopt“) und reizen mit unlauteren Mitteln zum Lachen („Wenn Sie lachen, erschießen wir diesen Hund“). Kommen Sie, bleiben Sie und gehen Sie anschließend erschüttert nach Hause – nach 30 Jahren mit dem TITANIC-Festkomittee.
Pit Knorr, wurde 1969 bei der Satirezeitschrift Pardon in Frankfurt am Main engagiert, wo er bis zum Ausstieg 1972 unter anderem mit Robert Gernhardt und Chlodwig Poth zusammenarbeitete. Knorr gilt heute wie diese als Mitbegründer der Neuen Frankfurter Schule. 1979 war Knorr eine der Haupttriebfedern hinter der Gründung des Magazins „Titanic".
Hans Zippert, war ab 1987 Redakteur und von 1990 bis 1995 Chefredakteur der Satirezeitschrift „Titanic"und schreibt seit 1999 in der Welt die Kolumne "Zippert zappt", in der er aktuelle Ereignisse satirisch betrachtet. Für "Zippert zappt" wurde er 2007 mit dem Henri-Nannen-Preis ausgezeichnet.
Oliver Maria Schmitt, vormals Sänger und Gitarrist der Punkband „Tiefschlag", war 1995 bis 2000 Chefredakteur des Satiremagazins "Titanic". 2006 legte er mit seinem Erzähldebüt „AnarchoShnitzel schrien sie" den weltweit ersten „Punkroman für die besseren Kreise" vor. Zuletzt erschien „Der beste Roman aller Zeiten“. 2009 wurde ihm der Henri-Nannen-Preis verliehen.

