Stefan Slupetzky
Lemmings Zorn: Lemmings vierter Fall
An einem Maitag spaziert der Lemming mit seiner hochschwangeren Klara durch die Straßen Wiens. Plötzlich setzen die Wehen ein, viel zu rasch, um noch das Krankenhaus zu erreichen. Wie von Gott gesandt taucht eine fremde Frau auf, Angela, und hilft bei der Geburt. Angela wird bald zur besten Freundin und Babysitterin des kleinen Ben. Bis zum Weihnachtsabend, an dem der Lemming die zwei auf dem Bett findet: Ben springlebendig, Angela tot.
Stefan Slupetzky wurde 1962 in Wien geboren. Von 1981 - 1990 studierte er dort an der Akademie der bildenden Künste. Nach einer steilen Karriere als Musiker, Schauspieler, Erfinder, Lehrer und Garderobier bildet heute das Verfassen von Bühnenstücken, Kurzgeschichten, Essays und Romanen den Schwerpunkt seiner Arbeit. Stefan Slupetzky lebt und arbeitet in Wien.
Der 2004 von Rowohlt veröffentlichte Kriminalroman „Der Fall des Lemming“ wurde mit dem Friedrich-Glauser-Preis für das beste Krimi-Debut ausgezeichnet, der Nachfolgeband „Lemmings Himmelfahrt“ mit dem Burgdorfer Krimipreis. Der dritte Teil „Das Schweigen des Lemming“ wurde 2007 zu einem der 100 Lieblingsbücher der Wiener gekürt.
Auszugsweise:
Der Fall des Lemming, Rowohlt, Hamburg 2004
Absurdes Glück – Bittersüße Geschichten, Picus Verlag, Wien, 2004
Lemmings Himmelfahrt, Rowohlt, Hamburg 2005
Der Segatanz unter dem Flammenbaum –
Erhebungen in Mauritius, Picus Verlag, Wien 2005
Das Schweigen des Lemming, Rowohlt, Hamburg 2006
Besuch von Glorf, Echo Verlag, Wien 2008
Lemmings Himmelfahrt – Hörbuch nach dem gleichnamigen Roman,
gelesen von Stefan Slupetzky, Radioropa, 2006
Maslak drückt ein Auge zu – Ein Krimi aus "Trost und Rat" von und mit Willi Resetarits, geschrieben von den Hörern und Hörerinnen von Radio Wien, redigiert und betreut von Stefan Slupetzky, Falter Verlag, Wien 2007
Wienerisch mit The Grooves – CD-Sprachkurs, gelesen von Josef Hader, vertont von Willi Resetarits, geschrieben von Stefan Slupetzky, Digital Publishing, München 2008
Stefan Slupetzky ist mit allen Wassern gewaschen, ein Meister des absurden Gedankens, der kein Pardon kennt und kein Tabu akzeptiert, der sich der typisch österreichischen Lust am Morbiden mit schwarzem Humor bedient, um seine ausgefallenen Geschichten zu inszenieren. Schräg, voller Schmäh, intelligent und sprachlich geschliffen sind seine Stories und Romane. Und er kann sie auch hervorragend vortragen (...) Die Lesungen des Malers, Musikers und Schauspielers haben Hörspielqualität, so ausgefeilt prägt er auch stimmlich die exzellent gezeichneten Figuren.
Susanne Wiedamann, Mittelbayerische Zeitung
Slupetzky, Jahrgang 1962, ist ein eleganter Stilist, pointiert und reflexiv in seiner Sprache, böse manchmal, auf das Schönste skurril und schwarzhumorig, da mag die Wiener Herkunft des Autors eine Rolle spielen. Seine Romane sind ein Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Seite.
Volker Albers, Hamburger Abendblatt
Mit liebevoller Sympathie hat der Autor seinen "Lemming" gezeichnet, einen Inbegriff des modernen Anti-Helden, der trotz aller Rückschläge und Widrigkeiten des Lebens tapfer versucht, seine Selbstachtung zu wahren. Slupetzky schreibt in einer schlichten und klaren und trotzdem wunderbar dialektgefärbten Sprache, mit feinem, aber so treffend-nachtschwarzem Humor, dass auch Helmut Qualtinger seine helle Freude dran gehabt hätte.
Elisabeth Jändl, ZDF