Eine Frau liebt einen Mann, weil der die Frau liebt. Was kann man sich Besseres wünschen in dieser unfreundlichen Welt, in der fast alle mit guten Gründen unglücklich sind? Doch dann kommt der Mann abhanden, und man fragt sich, ob das mit rechten Dingen zugeht.
Eine junge Frau wird langsam älter, doch ihr scheint es schnell. Die jungen Männer werden immer jünger, aber leider trotzdem nicht intelligenter. Die Welt ist leer und kalt, und die Liebe ein Marketinginstrument, um Waschmittel zu verkaufen. Und doch geschieht das Unerwartete. Die Frau lernt ihn kennen: den Mann. Den einen, der sie glücklich macht. „Er war nicht auffallend schön oder reich, kein guter Redner oder charmant auf eine Art, die ihm Bewunderung einbrachte. Außer dass er mir das Gefühl gab, ich sei liebenswert, tat er sich in keinem Bereich mit Glanzleistungen hervor.“ Doch dann kommt der Frau der dümmste Einfall ihres ganzen Lebens: „Wir sollten verreisen, dachte ich, als ich auf den Bauch des Mannes kletterte, der wie ein Mittelgebirge war, um mich daraufzulegen. Verreisen.“ Warum sucht man Änderung, wenn man glücklich ist? Warum bleibt man nicht dort, wo man glücklich ist? Denn irgendwo in China, auf einer sinnlosen Insel mit gepflegtem Hotelstrand, ist der Mann eines Tages nicht mehr da. Nur die Frau, die sich auf die Suche macht...
Sibylle Berg erzählt eine moderne Liebesgeschichte, und sie zeigt mit ihren so melancholischen wie bösartigen Bildern eine Welt, in der man höchstens überleben kann, wenn man nicht ganz alleine ist. Doch die Welt kennt kein Pardon für eine, die ihre Träume trotzdem nicht aufgeben will.
Sibylle Berg, geboren in Weimar, lebt in Zürich. Sie schreibt Romane, Theaterstücke, Essays und Kolumnen (u.a. für die NZZ und für Die Zeit). Zuletzt erschienen „Das unerfreuliche zuerst. Herrengeschichten“ (2001), „Ende gut“ (2004), „Die Fahrt. Vom Gehen und Bleiben“ (2007) und „Der Mann schläft“ (2009). Ihre Werke wurden bis Heute in 14 Sprachen übersetzt und ihre Theaterstücke an zahlreichen Bühnen im In- und Ausland gespielt. 2008 wurde sie mit dem Wolfgang Koeppen-Preis ausgezeichnet.
„Sibylle Berg rettet mit literarischen Sprengsätzen Leben. ... Eine katastrophal brillante Komödiantin.“ (Süddeutsche Zeitung)
„Eine Liebesgeschichte zwischen besserem Wissen, Lebenserfahrung und Hoffnung. Zynisch, melancholisch und zart, ein brutal ehrlicher Roman." (Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

