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Jochen Schmidt

liest neue Texte

Jochen Schmidt studierte Informatik, Germanistik und Romanistik an der Humboldt-Universität Berlin. 1999 erhielt er den Open-Mike-Literaturpreis der Literaturwerkstatt Berlin. Im selben Jahr gründete er die Berliner Lesebühne Chaussee der Enthusiasten mit. 2002 wurde er mit dem Publikumspreis des Steirischen Herbstes ausgezeichnet und 2004 mit dem Förderpreis zum Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor. 2007 wurde er für den Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb nominiert.

Jochen Schmidt ist solo oder mit seiner Lesebühne "Chaussee der Enthusiasten" zu buchen.

Bibliografie

• Triumphgemüse (Erzählungen, C.H. Beck 2000)
• Müller haut uns raus (Roman, Deutscher Taschenbuch-Verlag 2002)
• Seine großen Erfolge (Kurzgeschichten, Deutscher Taschenbuch-Verlag und Hörverlag 2003)
• Gebrauchsanweisung für die Bretagne (Reise-Essay, Piper 2004, überarbeitet 2009)
• Chaussee der Enthusiasten (Kurzgeschichten, Voland & Quist 2005)
• Meine wichtigsten Körperfunktionen (Kurzgeschiten, C.H. Beck 2007)
• Schmidt liest Proust (Voland & Quist, September 2008)
• Chaussee der Enthusiasten, Strasse ins Glück (Kurzgeschichten, Voland & Quist 30.09.09)

Übersetzungen
• Guy Delisle, Shenzhen, Reprodukt
• Guy Delisle, Pjöngjang, Reprodukt

Pressestimmen

„Schmidts scheinnaive Intelligenz ist schlicht hinreißend, als Prousts größtes Talent erkennt er die Komik.“    Frankfurter Rundschau

„Schmidt gelingt eine schlaue, recht zärtliche Proust-Hommage.“    Die Zeit

„Schmidt hat den frischesten Blick auf den Magier aus Paris.“    Süddeutsche Zeitung

"Schmidt liest Proust" dürfte die abgefahrenste Publikation dieses Herbstes sein. Und die Verleger von Voland & Quist sollten dafür einen Orden bekommen. Wer Proust schon kennt, wird beschenkt, und die anderen -hoffentlich- verführt, ihn kennenzulernen. Mit einer Mischung aus niedrigstapelnder Nonchalence und Lesebühnen-Schnoddrigkeit traktiert Jochen Schmidt, Mitbegründer der legendären "Chaussee der Enthusiasten" den französischen Supermythos.    Frankfurter Rundschau 14. Oktober 2008

"So radikal subjektiv, so scheinbar naiv und so sympathisch vermessen hat sich wohl vorher noch nie jemand mit Marcel Prousts Klassiker 'Auf der Suche nach der verlorenen Zeit' angelegt."    Spiegel online

"Der eigene Zugriff und der so ironische wie liebevolle Umgang mit dem Grand Seigneur der Weltliteratur machen Schmidts Exegese so lesenswert ... Für Proust-Erprobte empfiehlt sie sich als Abgleich mit der eigenen Leseerfahrung. Und für die vielen Abstinenzler gibt es keine sanftere Einstiegsdroge."    Berliner Zeitung

"Schmidt liest Proust, um irgendetwas in sich selbst zu finden und zu verfeinern, das er Seele nennt, und ihm dabei zuzusehen, wie er unsicher, aber charmant in seinen Empfindungen herumtrappst, manchmal nostalgisch wird, seine Tagträume feiert, hat etwas beruhigend Privates ... Es ist schön zu sehen, dass Proust, dass Bücher allgemein, Menschen verändern und Empfindungen verfeinern, und dass sie begeistern. So sehr begeistern, dass sich einer die Arbeit macht, ein halbes Jahr täglich drei Stunden die Arbeit macht, seine Lektüreerfahrung zu kartographieren. Noch schöner ist es, wenn am Ende dabei so ein Buch herauskommt."    Spreeblick

"Eine hinreißende Lektüre-Anleitung. Nicht nur ist Jochen Schmidt durch die Doppelmethode von Scheinnaivität und Schnodderigkeit gewappnet gegen jegliche Schwärmerei und Bildungshuberei; er hat zudem schnell erkannt: Prousts größtes Talent ist die Komik."    Volltext

"Der Dresdner Verlag Voland & Quist hat ein ausgezeichnetes Mittel gegen Herbstblues und Winterdepression im Programm: das Buch "Schmidt liest Proust". Alles ist sehr genau beobachtet, komisch, tragisch, voller funkelnder Selbstironie und immer zum unbedingten Weiterlesen inspirierend."    Sächsische Zeitung

"'Schmidt liest Proust' bietet nicht nur eine intelligent konzentrierte Übersicht über die 'Suche nach der verlorenen Zeit', sondern ist durch die Tagebucheinträge von Jochen Schmidt wunderbar kurzweilig und mehrdeutig."    jetzt.de

"Ursprünglich in einem Blog im Internet, nun auf Papier gedruckt in einem dicken Buch, reflektiert der Autor Tag für Tag seine Lektüreerfahrungen, gleicht sie mit persönlich Erlebtem und Gefühltem ab, bereichert sie mit geistvollen Überlegungen, verleiht ihnen Schwung mit witziger Gedankenakrobatik. Wie aus Kompost neue Triebe sprießen, verwandelt sich hier Sekundärliteratur zurück in Literatur ... Man muss Marcel Proust weder gelesen haben, noch planen, dies zu tun, um Freude an Jochen Schmidts Buch zu haben."    Neues Deutschland

"Die Internet-Notate 'Schmidt liest Proust' wurden nun in ein veritables Buch gegossen, das manch unkonventionelle Perspektive bietet: In diesem Fall ist es das betont subjektive und die Nöte eines jungen Autors mit verzeichnende Digest der 'Recherche', welches teils tiefe, teils pfiffige Erkenntnisse zeitigt."    Neue Zürcher Zeitung

"Jochen Schmidt hat Proust für uns gelesen. Er hat über seine Lektüre Tagebuch geführt, und so bekommen wir die 'Recherche' spaßig aufbereitet auf nur 600 kurzweiligen Seiten präsentiert ... Ein herrliches Anti-Bildungsschnösel-Buch hat Schmidt da geschrieben, ironisch, aber alles andere als respektlos."    Kreuzer

"Jochen Schmidt hat sich vor zwei Jahren vorgenommen, jeden Tag 20 Seiten zu lesen, und hat alles schön in einem Internet-Blog dokumentiert. Jetzt ist das Konvolut als Buch erschienen, ein wenig bearbeitet. Und man kann nicht nur den Gang seiner Lektüre verfolgen, sondern erfährt auch etwas über sein alltägliches Leben in Berlin und Odessa und freut sich an seinen frechen, witzigen, respektlosen Kommentaren."    Stuttgarter Zeitung

"'Schmidt liest Proust' handelt davon, wie Lesezeit und Lebenszeit sich zueinander verhalten, und davon, was beim Lesen passiert. Proust wird zu einer Schule der Wahrnehmung ..."    Das Magazin

"Besonders interessant ist, wie sich im Laufe der Aufzeichnungen Schmidts Wahrnehmung des eigenen Lebens verändert."    tip Berlin
 

 

Foto: Tim Jockel
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