Gerhard Henschel
Abenteuerroman
Nach dem „Kindheitsroman“, dem „Jugendroman“ und dem „Liebesroman“ ist der im Herbst 2012 erscheinende „Abenteuerroman“ das vierte Buch über die Erlebnisse des jungen Martin Schlosser: Endlich hat er eine Freundin gefunden, und schon bald beginnen die zermürbenden Beziehungsdiskussionen. Wir befinden uns in den frühen achtziger Jahren und zudem in Meppen, einer emsländischen Kleinstadt, der Martin Schlosser entrinnen will. Dafür muß er jedoch erst einmal sein Abitur bestehen. Wird ihm das gelingen? Wird er sich danach, wie geplant, als Spülkraft in einem Hotel auf Norderney bewähren? Wird er Soldat oder doch Zivildienstleistender? Wie bekommen ihm seine Drogenexperimente? Wie wird ihm das Wohngemeinschaftsleben schmecken? Und kann er seine Beziehung durch die Zeiten retten? Sein Lebensweg führt ihn diesmal u.a. nach Brokdorf, Hamburg, Amsterdam, Osnabrück, Bielefeld, München, Venedig, Wien und Göttingen und immer wieder nach Meppen.
Pressestimmen zu Gerhard Henschels Romanen
„Ein Meisterstück literarischer Inszenierung.“
die tageszeitung
„Ein Produkt deutscher Wertarbeit, Old Economy.“
Süddeutsche Zeitung
„Wer die beiden großen Romane Gerhard Henschels liest, nimmt nicht nur an einem spannenden Erzählexperiment teil, sondern taucht tief ein in die Alltags- und Mentalitätsgeschichte der alten Bundesrepublik.“
der Freitag
„Eine tief berührende Chronik deutschen Familienalltags von unvergleichlicher Intensität und Ehrlichkeit.“
Lesart
„Für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Erinnerungsarbeit bekommt Gerhard Henschel die Bestnote.“
Die Weltwoche
„Toll geschrieben, mit Gefühl, Traurigkeit und Witz.“
Kölner Express
„Selten hat man sich in der jüngeren deutschen Literatur so gern mit einem tragischen Helden solidarisiert wie mit Martin Schlosser.“
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
„Wer hierüber nicht lacht, der hat auch sonst nicht viel zu lachen.“
junge Welt
„Irgendwie macht diese Mischung so süchtig, dass man entsetzt ist, wenn es aufhört.“
Westfalenpost
„Ein einzigartiges Romanprojekt ist Gerhard Henschel bereits jetzt gelungen, und spätestens in zehn Jahren – diese nicht all zu kühne Prognose sei gewagt - wird es dafür Literaturpreise regnen.“
Deutschlandradio Kultur
Gerhard Henschel (Jahrgang 1962) lebt als freier Schriftsteller bei Berlin. Zuletzt erschienen seine Bücher Neidgeschrei. Antisemitismus und Sexualität (2008), Die Springer-Bibel. Ein Panorama der Mediengeschichte (2008) und Da mal nachhaken. Näheres über Walter Kempowski (2009). Sein Briefroman Die Liebenden (2002) begeisterte die Kritik ebenso wie die Abenteuer seines Erzählers Martin Schlosser: Kindheitsroman (2004), Jugendroman (2009), Liebesroman (2010) und Zungenbrecher (2012). 2012 wurde ihm der Hannelore-Greve-Literaturpreis verliehen.
• Menschlich viel Fieses (1992)
• Moselfahrten der Seele (1992)
• Das erwachende Selber (1993)
• Das Blöken der Lämmer. Die Linke und der Kitsch (1994)
• Die gnadenlose Jagd (1994)
• Supersache! (mit Günther Willen, 1994)
• Falsche Freunde fürs Leben (1995)
• Lesen ist Essen auf Rädern im Kopf (1995)
• FRAU IN ZINK, Berlin (1996, 12 Künstlerpostkarten)
• Der Barbier von Bebra (mit Wiglaf Droste, 1996)
• Drin oder Linie? (mit Günther Willen, 1996)
• Kulturgeschichte der Mißverständnisse. Studien zum Geistesleben (mit Eckhard Henscheid und Brigitte Kronauer)
• Der alte Friedensrichter und seine Urteile (1998)
• Bruno in tausend Nöten. Ed. Nautilus (1998)
• Erntedankfäscht (mit Max Goldt 1998)
• Jahrhundert der Obszönität (mit Eckhard Henscheid, 2000)
• Der Mullah von Bullerbü (mit Wiglaf Droste, 2000)
• Wo ist die Urne von Roy Black? (2000)
• Was wäre dir lieber? (mit Alexandra Engelberts, 2001)
• Die Liebenden (2002)
• Die wirrsten Grafiken der Welt (2003)
• Kindheitsroman (2004)
• Der dreizehnte Beatle (2005)
• Danksagung (mit Alexandra Engelberts, 2005)
• Gossenreport - Betriebsgeheimnisse der Bild-Zeitung (2006)
• Die Springer-Bibel (2008)
• Neidgeschrei (2008)
• Da mal nachhaken, Näheres über Walter Kempowski (2009)
• Jugendroman (2009)
• Menetekel, 3000 Jahre Untergang des Abendlandes (2010)
• Liebesroman (2010)
• Abenteuerroman (12.09.12)
Übersetzungen
(zusammen mit Kathrin Passig)
• Jacob Weisberg: Voll daneben, Mr. President! Wahre Worte von George W. Bush (2003)
• Jacob Weisberg: Schon wieder voll daneben, Mr. President! Noch mehr wahre Worte von George W. Bush (2003)
• Bob Dylan: Chronicles (2004)
• Bob Dylan: The Bob Dylan Scrapbook. 1956–1966 (2005)
Stimmen zum „Jugendroman“
„Henschel schafft es durch seine Erzählweise, einen auf eine Reise in die Vergangenheit zu schicken, so dass sie auf einmal ganz plastisch wird.“
Nike Harrach, zdf.de
„Mehr als einmal schlägt man sich beim Lesen die Hände vors Gesicht und denkt sich: O Gott, genau so schrecklich war das ... ein detailgetreues Sittengemälde der 70er-Jahre der Bundesrepublik.“
Matthias Wulff, Welt am Sonntag
„Verblüffend, wie er es in seinem ‚Jugendroman’ hinkriegt, die Ödnis in Unterhaltsamkeit zu verwandeln ... Henschels Romane sind Schatzhäuser deutscher Redensarten, Phrasen und Werbesprüche ... Henschel hat einen überaus feinen Sinn für Tonlagen, Töne und Sprachklischees ... Dazwischen immer wieder die grandiosen Briefe von Martins Freund Michael ... Wie sich Michael in den Schilderungen der unfassbaren Trostlosigkeit des Lebens in Vallendar überschlägt, gehört zu den komischen Höhepunkten des ‚Jugendroman’. Und dass Henschel darauf beharrt, den Horizont seiner Helden nicht um einen Millimeter zu überschreiten, ist aller Bewunderung wert.“
Ekkehard Knörer, die tageszeitung
„Den Dreizehnjährigen kennt der Leser schon aus dem ‚Kindheitsroman’, in dem der Satiriker und Ex-Titanic-Autor Henschel die Kindheit eines Anfang der 60er-Jahre geborenen Jungen beschrieb. Der urkomische und nostalgische Roman war ein vor literarischer Kraft strotzendes Werk. Selbes gilt für den Nachfolger. Etwas Besseres wird man dieses Jahr nicht lesen.“
Hamburger Abendblatt
„Damals schon wollte manch einer gar nicht aufhören mit der Lektüre, so süchtig machte die. Fünf Jahre ließ der Nachfolger auf sich warten, er heißt logischerweise ‚Jugendroman’ und ist genauso toll, witzig, gescheit und anrührend wie sein Vorgänger ... ein glänzendes Stück Rollenprosa ... Die Familienepisoden haben einen phänomenalen Wiedererkennungswert.“
Thomas Andre, Welt Kompakt
„... und wie er die altersbedingt große Fresse Martin Schlossers imitiert, das ist nicht zuletzt stilistisch ziemlich gekonnt.“
Frank Schäfer, Rolling Stone
„Ja, Henschels ‚Jugendroman’ ist pubertär und gehässig – und das ist gut so ... Wer hierüber nicht lacht, der hat auch sonst nicht viel zu lachen.“
André Weikard, junge Welt
„Selten hat man sich in der jüngeren deutschen Literatur so gern mit einem tragischen Helden solidarisiert wie mit Martin Schlosser.“
Hendrik Werner, Westdeutsche Allgemeine Zeitung
„Lieber Herr Henschel, Ihr ‚Jugendroman’ ist gelesen, mit Freude, ja Begeisterung. Ich hab ihn, wie einen richtigen pageturner, in Nullkommanichts weggeputzt. Das Konzept trägt weit, Ihr Stoff ergibt eine männliche Psychologie, eine deutsche Mentalitätsgeschichte und ist also sehr, sehr wertvoll! Weiter so ...“
Katharina Rutschky
Stimmen zu Gerhard Henschels „Kindheitsroman“
„Gutes Buch!“
Wolfgang Herrndorf
„Den Vater im Hobbykeller kann man förmlich hören, manchmal spürt man den Geschmack von Fondue und Ananasbowle.“
Petra Hartlieb, ORF
„... ein ganz wunderbares Buch ... Dokument und Poesie. Deutschland in allem Mief, in aller Liebe und mit allem Drumdunddran. Habe mich in der Küche gleich festgelesen.“
Hans Pleschinski
„Ich hatte viel Vergnügen und war nur schwer von der Lektüre wegzukriegen. Allein für die nötigsten Verrichtungen (Biertrinken, Pizza essen, reden, schlafen, Sex) konnte ich mich für ein Weilchen losreissen. Weil: Wiedersehen macht Freude! Nein, auch so! Und ernsthaft: Ganz famos ist das und liest sich weg wie Russisch Brot. mit Sahne.“
Ira Strübel
„Henschels Mimikry ist nahezu perfekt.“
Der Tagesspiegel
„... eine literarische Wundertüte ...“
Schwarzwälder Bote
„Ein Roman zum Verlieben!“
Schanzer Radio
„Meisterlich.“
Frank Schäfer, Rolling Stone
„Schon bei der Lektüre Ihres großen Briefromans ist mir aufgefallen, daß Sie eigentlich mein Werk in eine ganz andere Zeit hinein ergänzen, ja weiterführen und – ich sag’s Ihnen ganz offen: ich bin sehr froh darüber. Wo hat es das schon mal gegeben!“
Walter Kempowski an Gerhard Henschel, 24. April 2004