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Gerhard Henschel

Künstlerroman

Im Mai 1985 hat der Germanistikstudent Martin Schlosser noch keinen fest umrissenen Lebensplan. Er befaßt sich mit Bioenergetik und Tantra, verliebt sich mehrmals, nimmt an einer spiritistischen Sitzung teil, jobbt u.a. bei Tetra Pak, Uniroyal, Edeka und Rhenus und treibt sich in Paris und Nartum und Madrid und auf Schiermonnikoog herum. Zweimal muß er die Polizei verständigen, es kommen drei Umzüge auf ihn zu, und er bringt nicht immer gute Nachrichten mit, wenn er seine Eltern in Meppen besucht. Mit seinen Gedanken zum Parteispendenskandal, zum GAU in Tschernobyl, zum Historikerstreit und zur Barschel-Affäre hält er ebensowenig hinterm Berg wie mit seiner Meinung über Stubenfliegen, türkische Folklore, den Aachener Adalbertsteinweg, die Monogamie und die Bundesgartenschau. Und eines Tages wird ihm fast schlagartig klar, was er will.

Gerhard Henschel (Jahrgang 1962) lebt als freier Schriftsteller bei Hamburg. Zuletzt erschienen seine Bücher Neidgeschrei. Antisemitismus und Sexualität (2008), Die Springer-Bibel. Ein Panorama der Mediengeschichte (2008) und Da mal nachhaken. Näheres über Walter Kempowski (2009). Sein Briefroman Die Liebenden (2002) begeisterte die Kritik ebenso wie die Abenteuer seines Erzählers Martin Schlosser. 2012 wurde ihm der Hannelore-Greve-Literaturpreis verliehen.
 

Bibliografie

• Menschlich viel Fieses (1992)
• Moselfahrten der Seele (1992)
• Das erwachende Selber (1993)
• Das Blöken der Lämmer. Die Linke und der Kitsch (1994)
• Die gnadenlose Jagd (1994)
• Supersache! (mit Günther Willen, 1994)
• Falsche Freunde fürs Leben (1995)
• Lesen ist Essen auf Rädern im Kopf (1995)
• FRAU IN ZINK, Berlin (1996, 12 Künstlerpostkarten)
• Der Barbier von Bebra (mit Wiglaf Droste, 1996)
• Drin oder Linie? (mit Günther Willen, 1996)
• Kulturgeschichte der Mißverständnisse. Studien zum Geistesleben (mit Eckhard Henscheid und Brigitte Kronauer)
• Der alte Friedensrichter und seine Urteile (1998)
• Bruno in tausend Nöten. Ed. Nautilus (1998)
• Erntedankfäscht (mit Max Goldt 1998)
• Jahrhundert der Obszönität (mit Eckhard Henscheid, 2000)
• Der Mullah von Bullerbü (mit Wiglaf Droste, 2000)
• Wo ist die Urne von Roy Black? (2000)
• Was wäre dir lieber? (mit Alexandra Engelberts, 2001)
• Die Liebenden (2002)
• Die wirrsten Grafiken der Welt (2003)
• Kindheitsroman (2004)
• Der dreizehnte Beatle (2005)
• Danksagung (mit Alexandra Engelberts, 2005)
• Gossenreport - Betriebsgeheimnisse der Bild-Zeitung (2006)
• Die Springer-Bibel (2008)
• Neidgeschrei (2008)
• Da mal nachhaken, Näheres über Walter Kempowski (2009)
• Jugendroman (2009)
• Menetekel, 3000 Jahre Untergang des Abendlandes (2010)
• Liebesroman (2010)
• Abenteuerroman (2012)
• Bildungsroman (2014)

Übersetzungen
(zusammen mit Kathrin Passig)
• Jacob Weisberg: Voll daneben, Mr. President! Wahre Worte von George W. Bush (2003)
• Jacob Weisberg: Schon wieder voll daneben, Mr. President! Noch mehr wahre Worte von George W. Bush (2003)
• Bob Dylan: Chronicles (2004)
• Bob Dylan: The Bob Dylan Scrapbook. 1956–1966 (2005)

Pressestimmen

Pressestimmen zum Romanzyklus:

»Ein einzigartiges Romanprojekt ist Gerhard Henschel bereits jetzt gelungen, und spätestens in zehn Jahren – diese nicht all zu kühne Prognose sei gewagt - wird es dafür Literaturpreise regnen.«
Rainer Moritz, Deutschlandradio Kultur

»Winterabende gewitzter Lektüre sind gesichert.«
Dieter Hildebrandt, DIE ZEIT

»Wer damals groß wurde, wird sich an ähnlich erschreckende und köstliche Erlebnisse erinnern - alle anderen zucken unter dem kräftigen Pointengewitter, das unfassbar witzig die Absurditäten der Familienhölle vorführt. Henschel ist der satirischste Realist unter den deutschsprachigen Autoren.«
Thomas Andre, Hamburger Abendblatt

»Hier ist ein scharf beobachtender Meister intelligenter, einfallsreicher und witziger Erzählkunst am Werk.«
Westfälische Rundschau

»Vor allem ist der ‚Abenteuerroman’ wie die vorausgegangenen Bände ein Füllhorn an Redensarten, Spruchweisheiten und Umgangssprache der Zeit, einem Vokabular mit dem Reichtum des Goethe’schen Wortschatzes.«
Arne Willander, Rolling Stone

»Henschel hat das absolute Gehör für die Redeweise aller möglichen Leute.« Christoph Bartmann, Süddeutsche Zeitung

»Die Berichte aus den Schlosser-Jahrzehnten sind packend und – jawohl! – süchtig machend. […] Man wartet nach dem ‚Bildungsroman’ mit Ungeduld auf die nächsten 500 Seiten.«
Michael Berger, Lübecker Nachrichten

»Schlichtweg grandios.«
NDR, 14.02.2014
 

 

Foto: Jochen Quast
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