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Christian Y. Schmidt

Bliefe von dlüben. Der China-Crashkurs

Christian Y. Schmidt war viele Jahre Redakteur der Satirezeitschrift Titanic, bis er Anfang 2003 über Nacht nach Singapur verschleppt wurde, von einer chinesischen Frau. Zwei Jahre später findet er sich in Peking wieder: Verheiratet und ohne ein Wort Chinesisch zu sprechen. Hier lebt er in Ausländerkreisen, aber am Rande der chinesischen Gesellschaft. Dann reicht es ihm. „Die weiße Massai Asiens“ beschließt, ganz alleine auf der chinesischen Nationalstraße 318 genau 5.386 Kilometer einmal quer durchs ganze Land zu reisen. Sein Ziel: Endlich “beim momentan glücklichsten Volk der Erde mitmachen“ (Schmidt) zu können und „ein richtiger Chinese zu werden“. Die Erlebnisse seiner dreimonatigen Reise hat Schmidt in dem Buch „Allein unter 1,3 Milliarden“ aufgeschrieben, das im Sommer 2008 herauskam und für kurze Zeit auf der Spiegel-Bestsellerliste stand. Jetzt hat Schmidt noch einmal nachgelegt, und aus seiner berühmten „Bliefe von dlüben“- Kolumne in der Titanic ein ganzes Buch gemacht, das viel mehr enthält als nur die gesammelten Kolumnen. So ist aus den „Bliefen“ ein wilder China-Crashkurs geworden, in dem der Autor ein ziemlich anderes, viel lustigeres China-Bild zeichnet, als man es aus den deutschen Medien kennt. Wer das Buch liest, hat am Ende ein komplettes China-Abitur in der Tasche, das es ihm erlaubt, demnächst zusammen mit den Chinesen diesen Planeten zu übernehmen und das Weltall vielleicht auch.

Christian Y. Schmidt stammt aus Bielefeld. Hier gab er von 1978 – 1988 mit Hans Zippert und anderen das „Dreck-Magazin“ heraus. Von 1989 bis 1996 war er Redakteur des Satire-Magazins „Titanic“, wo er u.a. zusammen mit Achim Greser, Heribert Lenz und Hans Zippert die Comic-Serien „Genschman“ und „Die roten Strolche“ schuf. Im Juni 1998 erschien seine kritische Joschka Fischer-Biografie „Wir sind die Wahnsinnigen“, die für großes Aufsehen sorgte und mehrere Auflagen erlebte. 2002 wurde Schmidt Senior Consultant der Zentralen Intelligenz Agentur in Berlin. Seit 2006 ist er Gesellschafter und Redakteur des Weblog „Riesenmaschine“, dem neben vielen anderen Auszeichnungen im selben Jahr der Grimme online-Preis verliehen wurde. Seit Anfang 2009 erscheint Schmidts aktuelle China-Kolumne „Im Jahr des Ochsen“ in der „tageszeitung“.

Bibliografie

  • Genschman. Ein deutsches Superheldenschicksal (mit Achim Greser, Hans Zippert), Elefanten Press 1990
  • Die letzte Stunde des Herrn K. Frühe Texte für Abiturfeiern (Illustr. Achim Greser, Heribert Lenz), Weisser Stein 1992
  • Die roten Strolche. (Mit Achim Greser, Heribert Lenz, Hans Zippert), Elefanten Press 1994
  • Wir sind die Wahnsinnigen. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang, Econ 1998, 1999 und 2001
  • Apokalypse Rot-Grün. Die neueste Offenbarung der Titanic (Hg.), Espresso 2001
  • Allein unter 1,3 Milliarden. Eine chinesische Reise von Shanghai bis Kathmandu, Rowohlt Berlin 2008
  • Bliefe von dlüben. Der China-Crashkurs, Rowohlt Berlin 2009

Diskografie

  • Christian Y. Schmidt / Herr K. und die Kinskis: Erdbeerschlund. Maxi-CD, Woodland/EFA 1995

Pressestimmen

zu „Bliefe von dlüben. Der China-Crashkurs“

„Christian Y. Schmidt, der aus China Kolumnen für das Satire-Magazin Titanic verfasst, ist nichts heilig, und das ist gut so... Dieses witzige und gemeine Buch über den Alltag in Beijing eignet sich hervorragend als Geschenk für in den Westen Heimgekehrte oder solche, die planen, sich in Beijing anzusiedeln – oder auch nur eine Reise dorthin zu tun.“ (Katharina Schneider-Roos, Falter/Wien, 14. Oktober 2009)

„Christian Y. Schmidt entzündet ein asiatisches Feuerwerk aus Mythen und Vorurteilen. Seine gesammelten 'Bliefe von dlüben' sind kein trockener Reisebericht, sondern eine lebenspralle Ethnografie, die der sich in China lebende Autor im schonungslosen interkulturellen Selbstversuch erschrieben hat. Endlich ein Kulturführer, der das Fachwissen vom Sinologen-Stammtisch in die breite Gesellschaft trägt. Schmidts Buch ist so vieles, das man sich fragt, was es denn nicht ist. Ganz einfach: langweilig.“ (Malte Herwig, Literaturen, September 2009)

„Aus dem Mosaik der Alltagsbeobachtungen und der Fremdheitsgefühle, das die unterschiedlichen Kolumnen bilden, ergibt sich nach und nach ein Bild eines Landes oder zumindest einer Stadt und ihrer Bewohner. Die definitiv ganz anders sind als wir. Aber ganz anders als wir dachten, dass sie anders seien. Wenn man das begriffen hat, dann hat man das große China-Abitur, das Christian Schmidt verspricht, bestanden. Und unterhaltsamer hat man nie einen Abschluss gemacht.“ (Kathrin Fischer, Hessischer Rundfunk, 23. September 2009)

„China-Urlaub geplant? Dann muss dieser Crash-Kurs mit. Witzig erklärt er Fashion-No-Gos, Alltags-Absurditäten und räumt mit Irrtümern auf.“ (Petra, Oktober 2009)

„In diesem Riesenwust von auf China bezogenen Büchern, der jetzt vor der diesjährigen Frankfurter Buchmesse über uns hereinbricht ist diese lockere, aber nicht oberflächliche, diese sarkastische, ironische, aber nicht unkompetente Herangehensweise an den Komplex chinesische Gegenwartswirklichkeit ganz wohltuend und, ehrlich gesagt, meinem Lebensgefühl recht nahe kommend.“ (Salli Sallmann, Kulturradio rbb, 8. Oktober 2009)

„Aufbauend auf seiner Titanic-Kolumne, berichtet Christian Y. Schmidt in Bliefe von dlüben vom Abenteuer Alltag. Auf so eine unterhaltsame Weise, dass man die Leser dieses Breviers daran erkennen wird, dass sie stossweise krähen, glucksen und feixen, dabei aber in der Lektüre fortfahren, weil es gar zu interessant ist, was Schmidt aus seiner Wahlheimat zu berichten weiß... Vor allem aber nimmt er die nicht totzukriegenden Stereotypen der westlichen Journalisten aufs Korn, auf dass sie sich an die eigene lange Nase fassen.“ (Stephan Schomann, Die Zeit, 8. Oktober 2009)

„Vorurteile über China abzuräumen, hat sich der Journalist und Satiriker Christian Y. Schmidt vorgenommen mit seinem Band Bliefe von dlüben : kurzen Kolumnen, die in Titanic und taz erschienen sind. Das gelingt ihm äußerst unterhaltsam.“ (Hubert Wolf, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 10. Oktober 2009)

„Sinologischer Fluch-Knigge, Hunderestaurant-Führer, Einkaufsbrevier für Produktpiraten - Schmidts Buch ist so vieles, dass man sich fragt, was es denn nicht ist. Ganz einfach: langweilig." (Literaturen, 09/09)

zu „Allein unter 1,3 Milliarden“

„Ohne Zweifel ist dies eins der besten Reisebücher, die in letzter Zeit veröffentlicht wurden..." (taz)

„Christian Y. Schmidt hat eines der schönsten Bücher dieses Jahres geschrieben...“ (Stuttgarter Zeitung)

„Schmidt ist ein Meister ironischer Selbstreflexion... Dem Autor [ist] so ein großes Stück Reiseliteratur gelungen, das das Potential hat, auch über den deutschen Sprachraum hinaus Interesse zu wecken.“ (Deutschlandfunk)

„Wissend und liebevoll“ (Neon)

„Yeah yeah, I genuinely enjoyed the damn thing, no matter how much I wanted to hate it.“ (Lovegermanbooks)

 

Foto: Gong Yingxin
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